Nicht nur für das Bewegen von Gütern, sonder auch für Menschen, die sich im Verkehrsbereich aufhalten!

Ein Unternehmer, der im internen Betrieb Gabelstapler oder andere Flurförderzeuge einsetzt, muss über Fahrer verfügen, die mit diesen Flurförderzeugen sicher und zweckentsprechend, aber auch wirtschaftlich umgehen können. Eine wesentliche Voraussetzung dazu ist qualifiziertes Personal.

BGV D 27 §7 Auftrag zum Steuern von Flurförderfahrzeugen

(1) Der Unternehmer darf mit dem selbständigen Steuern von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand Personen nur beauftragen, die
1. mindestens 18 Jahre alt sind (in Ausnahmefällen bereits ab 16 Jahren)
2. für diese Tätigkeit geeignet und ausgebildet sind und
3. Ihre Befähigung nachgewiesen haben.
Der Auftrag muss schriftlich erteilt werden.

(2) Der Unternehmer darf mit dem Steuern von Mitgänger-Flurförderzeugen nur Personen beauftragen, die geeignet und in der Handhabung unterwiesen sind.

(3) Versicherte dürfen Flurförderzeuge nur steuern, wenn sie vom Unternehmer hiermit beauftragt sind.

Flurförderfahrzeuge dürfen im öffentlichen Straßenverkehr nur betrieben werden, wenn sie nach der StVZO und der Fahrzeug-Zulassungsverordnung –FZV entsprechen. Folgende Dokumente sind mitzuführen:

Fahrerlaubnis

  • Bei einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit (bbH) von max. 6 km/h darf ohne Fahrerlaubnis gefahren werden.
  • Beträgt die bbH max. 25 km/h, ist die Fahrerlaubnis der Klasse L (alte Klasse 5) erforderlich.

Die zulässige Gesamtmasse bleibt unberücksichtigt.

  • Betriebserlaubnis (ab bauartbedingter Fahrgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h)
  • Betriebsanleitung
  • Fahrausweis (bestätigt Eignung, Ausbildung, die Beauftragung für bestimmte Geräte und Betriebsbereiche).

Ausbildung

Die Ausbildungsdauer zum Erwerb des Fahrausweises für Gabelstapler beträgt 2 Tage.
Nach einer erfolgreichen abgeschlossenen Ausbildung muss noch eine betriebsinterne Einweisung auf spezielle Unfallverhütungsvorschriften durchgeführt werden.

Unterweisung

Eine jährliche Unterweisung für den Gabelstaplerfahrer hat nach § 4 der BGV A1 stattzufinden:
"Der Unternehmer hat den Versicherten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, insbesondere über die mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen und die Maßnahmen zu ihrer Verhütung, entsprechend § 12 Abs.1 Arbeitsschutzgesetz sowie bei einer Arbeitnehmerüberlassung entsprechend § 12 Abs. 2 Arbeitsschutzgesetz zu unterweisen; die Unterweisung muss erforderlichenfalls wiederholt werden, mindestens aber einmal jährlich erfolgen, sie muss dokumentiert werden."

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